| Besser schlafen – gesund leben |
Erholsame Nächte sind für manche Menschen nur ein Traum. Fast jeder Dritte leidet mittlerweile unter Schlafproblemen, denen die unterschiedlichsten Ursachen zugrunde liegen. Eine ungestörte Nachtruhe ist aber enorm wichtig für die Lebensqualität, denn nur erholt und ausgeschlafen werden die Tage erfolgreich und angenehm. Durch zu wenig Schlaf sinkt die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und nicht selten treten durch die anhaltende Müdigkeit Symptome wie Kopfschmerzen und Kreislaufbeschwerden auf. Doch was hilft gegen Schlaflosigkeit und Einschlafstörungen? Unsere Tipps sollen Ihnen eine wohlverdiente Nachtruhe und ein besseres Wohlbefinden ermöglichen.
Die richtige Schlafumgebung
Im Schlafzimmer soll man sich wohl fühlen und nach einem regenerierenden Schlaf frisch und erholt Aufwachen. Doch viele Schlafzimmer werden zusätzlich als Arbeitszimmer, Wohnraum oder Abstellraum genutzt. In so einem Raum lässt es sich jedoch nicht gut entspannen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Schlafzimmer für Sie eine beruhigende Umgebung ist. Verbannen Sie Schreibtisch, PC, sichtbare Bügelbretter und Wäscheständer – eben alles, was Sie an unerledigte Aufgaben erinnert – aus Ihrer Schlafumgebung. Schaffen Sie sich einen Raum, den Sie ausschließlich zum Schlafen nutzen. Mit ansprechenden Bildern, sanften Farben und frischen Pflanzen wird das Schlafzimmer zu einer Oase der Entspannung. Achten Sie auch auf eine optimale Schlaftemperatur (empfohlen werden ca. 16 – 18°C). In kühlen Räumen schläft es sich besser als in zu warmer Umgebung. Lüften Sie deshalb Ihr Schlafzimmer ausgiebig vor dem Zubettgehen durch.
Entspannen & Abschalten
Lassen Sie den Tag am Abend langsam ausklingen. Machen Sie noch einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft. Lesen Sie ein gutes Buch oder hören Sie ruhige Musik – dazu trinken Sie vielleicht noch eine Tasse beruhigenden Tee, wie z.B. Baldrian- oder Melissentee. Weniger geeignet ist Fernsehen – vor allem im Bett. Gewöhnen Sie sich an, vor dem Schlafengehen Entspannungsübungen, wie z.B. Autogenes Training oder Yoga, zu machen. Entspannungstechniken helfen dabei, besser abschalten zu können, denn Stress und Belastungen rufen am häufigsten Schlafprobleme hervor. Auch ein wohltuendes warmes Vollbad entspannt Muskeln und Seele und hilft, den Stress des Tages hinter sich zu lassen. Als Badezusatz eignen sich hierfür Lavendeltropfen: Sie wirken beruhigend und schlaffördernd. Lassen bestimmte Ereignisse des Tages Sie nicht los, hilft Tagebuchschreiben oder ein Gespräch mit dem Partner oder guten Freunden, damit Sie frei von grüblerischen Gedanken ins Bett gehen können.
Liegen Sie gesund!
Rückenschmerzen und Nackenverspannungen sind häufige Ursachen von Schlafstörungen. Wachen Sie oft morgens mit Schmerzen im Rücken- oder Nackenbereich auf? Dann liegen Sie wahrscheinlich nicht richtig, denn die richtige Matratze trägt maßgeblich zu einem erholsamen Schlaf bei. Eine neue Matratze ist eine Anschaffung, die wohl überlegt sein sollte, denn schließlich verbringen Sie ein Drittel Ihres Lebens im Bett. Stellen Sie beim Kauf Ihrer Matratze sicher, dass sie vollständig Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. Eine gute Matratze passt sich im Idealfall dem Körper perfekt an und unterstützt ihn anatomisch. Die Wirbelsäule sollte auf einem elastischen, nicht zu hartem Untergrund in ihrer natürlichen S-Form auf der Matratze ruhen, um Rückenbeschwerden rechtzeitig vorzubeugen und entgegenzuwirken. Lassen Sie sich deshalb ausführlich in einem Fachgeschäft beraten und liegen Sie vor dem Matratzenkauf unbedingt Probe.
Sind Sie auch wirklich müde?
Wenn Sie unter Einschlafproblemen leiden, achten Sie einmal darauf, ob Sie auch wirklich richtig müde sind. Falls Sie nach 20 Minuten noch nicht eingeschlafen sind, stehen Sie einfach wieder auf, anstatt sich im Bett von einer Seite auf die andere zu wälzen. Gehen Sie kurz an die frische Luft, machen Sie Entspannungsübungen, lesen Sie noch ein paar Seiten (aber nicht im Bett, das soll ausschließlich zum Schlafen da sein), trinken Sie eine Tasse heiße Milch mit Honig und gehen Sie erst dann wieder ins Bett, wenn Sie sich müde fühlen. Wichtig für einen gesunden Schlaf ist auch ausreichend Bewegung am Tag. Sport und körperliche Aktivitäten erhöhen das Schlafbedürfnis und verlängern die Tiefschlafphasen. Beachten Sie aber, dass zwischen den sportlichen Aktivitäten und der Schlafenszeit genügend Ruhezeit vorhanden ist. Verzichten Sie auf kleine Tagesschläfchen und vermeiden Sie das Einschlafen vor dem Fernseher, sonst finden Sie abends schwerer in den Schlaf.
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