
In der kalten Herbst- und Winterzeit spielt die richtige Ernährung eine besonders wichtige Rolle. Denn: Feuchtes und kaltes Wetter, trockene Heizungsluft, verschnupfte Menschen im Umfeld und oftmals auch der Mangel an Bewegung und frischer Luft schwächen das Immunsystem. Somit stellt diese Jahreszeit für den Körper eine große Herausforderung dar, der man sich mit einer gesunden Ernährung stellen kann
Die richtige Ernährung trotz Zeitmangel
In unserer hektischen und schnelllebigen Gesellschaft fehlt oftmals die Zeit, sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Unregelmäßige Mahlzeiten, zu viel Süßes und Fettes begleiten die meisten Menschen tagtäglich, denn die schnelle Currywurst vom Imbiss an der nächsten Ecke scheint zunächst die einfachste Lösung zu sein. Dabei kostet es gar nicht soviel Zeit, sich gesund zu ernähren. Vielen Menschen fehlt einfach nur das nötige Know-how oder ein geschärftes Bewusstsein.
Gesünder Essen mit wenig Aufwand Nehmen Sie am Tag fünf kleine gesunde Mahlzeiten zu sich. Dafür eigenen sich zum Beispiel besonders gut Obst und Gemüse, das man direkt aus der Hand essen oder kleingeschnitten in Lunchboxen mit zur Arbeit nehmen kann. Auch wenn Sie im Winter weniger Durst verspüren: Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Stellen Sie sich Ihr Getränk immer griffbereit in Ihre Nähe, so kann man es nicht so leicht vergessen. Empfehlenswert sind Wasser, Tee und verdünnte Fruchtsäfte. Verzichten Sie in der Mittagspause auf Fastfood und bestellen Sie sich lieber einen Salat – zum Beispiel mit Putenbruststreifen oder Fisch. Auch Obstsalate mit Quark oder Joghurt sind Energiespender und machen satt. Soll es Zuhause abends schnell gehen? Gemüse-Tiefkühlprodukte sind im Winter ein guter Vitaminlieferant und schnell zubereitet. Ersetzen Sie Weißbrot durch nahrhaftes Vollkornbrot. Dazu eignet sich als Beilage frisch geschnittenes Gemüse wie Paprika, Tomate, Karotte und Salatgurke. Statt Schokolade: Trockenobst und Nüsse sind kleine und handliche Energiespender für zwischendurch und zudem Nahrung für das Gehirn. Eine leckere und gesunde Alternative zu Chips ist der bunte Rohkostteller mit Quark-Dip als abendlicher Snack zum Fernsehen.
Risiko Cholesterin
Besonders Menschen mit hohen Cholesterinwerten sollten auf eine gesunde Ernährung in den Wintermonaten achten. Denn mit sinkenden Temperaturen kann der Cholesterinspiegel auf Höchstwerte ansteigen. Weniger Bewegung und fetthaltigere Speisen – diese Kombination ist gerade für Menschen mit hohen Cholesterin-Ausgangswerten ein großes Risiko und kann zu Gefäßverengungen und somit zu Herz- und Kreislaufproblemen führen. Um einem erhöhten Cholesterinwert vorzubeugen, gilt es, der ungesunden Lebensweise entgegen zu wirken. Das heißt: Mehr Bewegung und ausgewogener essen.
Vitamine & Co.
Im Herbst und Winter hat der Körper einen besonders hohen Bedarf an Vitaminen und Mineralien, da unser Organismus in dieser Jahreszeit einen sehr großen Verbrauch an wichtigen Vitalstoffen hat. Für den Zellaufbau und unseren Stoffwechsel ist ein ausgeglichener Vitalstoffhaushalt unerlässlich, um mögliche Folgen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Konzentrationsschwäche und Leistungsabfall zu vermeiden. Achten Sie deshalb ganz besonders auf die ausreichende Zufuhr der wesentlichen Vitalstoffe wie die Vitamine A, C und E und die Spurenelemente Eisen, Zink und Selen.

Die besten Energielieferanten:
Obst: Heimische Äpfel und Birnen, aber auch besonders Süd- und Zitrusfrüchte wie Orangen und Kiwis, enthalten viel Vitamin C und sind echte Vitaminbomben, die das Immunsystem stärken.
Wintergemüse: Die bunte Gemüsepalette im Winter, wie zum Beispiel Wirsing, Blattspinat, Rosenkohl, Grünkohl, Rote Beete, Rüben und Pastinaken ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
Nüsse und Trockenfrüchte: Sie sind lecker in Kuchen, Plätzchen oder im morgendlichen Müsli – Trockenobst und Nüsse enthalten Vitamine und Mineralstoffe in geballter Form. Besonders Walnüsse sind aufgrund ihrer optimalen Fettsäurezusammensetzung zu empfehlen.
Nahrungsergänzung und gesunde Ernährung
Vitamine in Tablettenform sind praktisch und immer griffbereit. Dennoch können Sie eine ausgewogene und vielseitige Ernährung nicht ersetzen. Jeder Körper bedarf einer individuellen Vitamin- und Mineralstoffzufuhr, die überwiegend aus den Stoffen natürlicher Lebensmittel aufgenommen werden sollte. Bei folgenden Personengruppen besteht ein erhöhter Nährstoffbedarf bzw. ist die Versorgung möglicherweise nicht gesichert: Kinder und Jugendliche, Senioren, Schwangere und Stillende, Leistungssportler und Personen, die sich einseitig ernähren. Wenn Zweifel an einer ausgewogenen Ernährung bestehen, kann ein Nährstoffdefizit anhand eines Blutbildes durch den Arzt überprüft und festgestellt werden.